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Vortrag, gehalten auf der Internationalen Unternehmerbörse Ost-West in Torgau, 01.04.2004Ich bin bei der Wirtschaftsförderung der zweiten Abteilung beschäftigt und speziell für die mittel- und osteuropäischen Länder zuständig. Ich habe mit den Ländern Tschechien, der Slowakei, Ungarn und den Nachfolgestaaten des ehemaligen Jugoslawiens zu tun. Mein Kollege beschäftigt sich mit Polen und den baltischen Staaten. Weiter beschäftigen wir uns mit Rußland und China.
- wir machen Standortwerbung für Sachsen
- Ansiedlung von Unternehmen gehört zu den wichtigsten Aufgaben. Wir versuchen Unternehmen, die das Interesse haben hier in Sachsen zu investieren, sowohl die entsprechenden Standorte als auch beispielsweise die möglichen und notwendigen Fördermittel anzubieten.
- Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der bereits in Sachsen ansässigen Unternehmen. Diese wollen eine Unterstützung für ihre Kooperationsbeziehungen, für ihre Absatzbeziehungen bis hin zur Unterstützung bei Exportgeschäften.
Interne Außenwirtschaftsförderung was ist das?
Alles das, was Ihnen die Kammern nicht bieten können, wird im Rahmen der internen
Außenwirtschaftsberatung angeboten. Das heißt, Sie suchen sich einen Berater, der für
Sie der richtige Mann ist, den Sie zwar bezahlen, aber das Geld zur Hälfte wieder
zurückerhalten.
Vortrag, gehalten auf der Internationalen
Unternehmerbörse Ost-West in Torgau, 25.09.2003
Referent: Herr Alms, Fa. U.A.B. Fracht-Trans-Spedition, Klaipeda (Litauen)
Chancen und Risiken ausländischer
Unternehmen bei der Entwicklung der wirtschaftlichen Tätigkeit in Litauen"
Litauen ist auch eine parlamentarische Republik. Bevölkerungsanzahl
von 3,7 Mio. Menschen. Es gibt hier im Handelsbereich ein Außenhandelsdefizit, daß
heißt, Importe sind im Vergleich zu den Exporten drastisch höher. Das Volumen liegt hier
etwa bei 40 % Export zu Import.
Der Außenhandel mit Deutschland ist in einem stetigen Anstieg begriffen. Im Jahre 1999
belegte Deutschland bei den Importen den 60. Rang. Es führten die USA vor Schweden.
Ebenso bei den Exporten.
Die Lohnkosten in Litauen sind heute schon nicht mehr so günstig wie noch vor 5 Jahren.
Vor 5 Jahren bekam eine litauische Arbeitskraft umgerechnet 410,- Mark im Monat. Heute
sind es bereits 300,- Euro. So daß auch hier auf dem Markt zu erkennen ist, daß einige
Firmen aus Westeuropa auf Grund der gestiegenen Lohnkosten es sich heute nicht mehr
leisten können, die Lohnarbeit in Litauen bzw. den anderen Baltischen Ländern ausführen
zu lassen.
Steuerrechtlich ist zu beachten, daß für die Arbeitskraft dort bis zu 31 % Lohnsteuern
zu bezahlen sind, das weiterhin 30 % Sozialversicherungsabgabe zu kalkulieren ist.
Nach litauischem Arbeitsgesetz ist ein Mindestgehalt von 420,- Litas (LTL) (entspricht
ungefähr 120,- Euro) monatlich zu zahlen. Die Arbeitszeit ist für die Litauer geregelt
mit 40 Wochenarbeitsstunden. Die Wochenenden (Samstag und Sonntag) sowie Feiertage sind
frei.
Zum Eigentumsrecht ist zu sagen, daß es für ausländische Firmen
möglich ist, in Litauen Grund und Boden käuflich zu erwerben und darauf dann
Produktionsstätten zu errichten bzw. vorhandene Produktionsstätten, Gebäude zur
rekonstruieren und dann für die eigenen Produkte zu nutzen.
Die Regelungen zum Kauf, zur Übernahme von bestehenden Betrieben in Litauen sind
ebenfalls gesetzlich geregelt. Es ist ein freier Kapitalfluß zugelassen. Die Banken
liefern heute ein gut funktionierendes System des Geldtransfers. Die Zeiten liegen
zwischen zwei und drei Tagen bei Geldübertragungen von Deutschland nach Litauen bzw.
entgegengesetzt.
In Litauen haben wir heute bereits Niederlassungen von deutschen Banken, die auch
kommerziell dort tätig sind, nicht nur als Repräsentanten, als Berater. Mit einer
Kredit-gewährung zu ähnlichen Bedingungen wie sie hier in Europa, in Westeuropa zu
finden ist.
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Vortrag, gehalten auf
der Internationalen Unternehmerbörse Ost-West in Torgau, 10.04.2003
Referent: Herr Krüsselin; Fa. Parabel s.r.o. (Tschechien)
Vor der EU-Osterweiterung
Vertrieb und Gründung in Tschechien ein Erfahrungsbericht
Abstracts *)
Zusammen mit neun weiteren Ländern steht Tschechien
unmittelbar vor dem EU-Beitritt. Aus unserer Sicht ist die EU-Osterweiterung langfristig
als positiv zu bewerten, obwohl sich wahrscheinlich in der ersten Zeit zum Teil auch
enorme Probleme ergeben werden.
Es wird beispielsweise erheblich schwieriger, illegale Beschäftigung zu
kontrollieren.
Die Arbeitslosenquote in Tschechien liegt momentan bei durchschnittlich 10 %.
Regional bezogen bei knapp 18 % zum Beispiel in Nordböhmen, in Prag knapp 4 %.
Die Tschechen sind im allgemeinen bei der Arbeitssuche (Mobilität) sehr
unflexibel. Es ist nach dem EU-Beitritt keine Massenbewegung von Arbeitnehmern nach
Deutschland zu erwarten.
Der durchschnittliche Stundenlohn liegt derzeit in Tschechien bei 3,90 . In
den heutigen
15 EU-Mitgliedsländern hingegen bei 22,70 .
Geht man von einer Arbeitsproduktivität aus, die um 30 % schwächer ist, als in
der EU, dann ergibt sich im momentanen Vergleich von Tschechien zur EU ein Verhältnis
beim Stundenlohn von 1:4.
Lohnvorteile sind für deutsche Unternehmer, die in Tschechien gründen
wollen, nach wie vor vorhanden.
Die ganze Prozedur der Gründung einer Firma kann man auch als Ausländer alles in
allem innerhalb von 8-12 Wochen absolvieren.
Allerdings ist die Qualifikation der Arbeitnehmer nicht in dem Maße vorhanden, wie
ein deutscher Unternehmer sich das wünscht. Wichtig ist, den Mitarbeitern, abgesehen von
einer jeweils angemessenen Lohnsteigerung, das richtige Maß an Vertrauen
entgegenzubringen und die dem Arbeitsumfeld angepaßte Entscheidungsfreiheit zu geben.
Mittlerweile hat sich das Niveau im Osten nach unseren Erkenntnissen auf allen
Ebenen erheblich verbessert, so daß wir wohl in den meisten Fällen eine Empfehlung für
ein Engagement in Tschechien aussprechen können.
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Vortrag, gehalten
auf der Internationalen Unternehmerbörse Ost-West in Torgau, 25.04.2002
Referent: Herr Joachim Sauter, MBA, DMS, Dipl.Betriebswirt FH
Vertriebskonzepte für westliche (deutsche)
Unternehmer in Osteuropa
Abstracts *)
Wenn der aktuelle Markt Sättigungserscheinungen zeigt,
neigen hiesige Unternehmen dazu, das zu tun, was sie eigentlich schon immer einmal
versuchen wollten, die eigenen Produkte auf den Ost-Markt zu bringen.
Wie packen wir die Sache praktisch an?
Im wesentlichen gibt es drei Vorgehensweisen.
Die erste Möglichkeit wäre, sich in dem betreffenden Land eine Partnerfirma zu suchen. Das geschieht aus der Zielsetzung heraus, relativ kostengünstig vor Ort zu produzieren. Die ausländische Partnerfirma erhält das Know-how, organisiert die Produktion und sie hat die Aufträge einzuholen und zu realisieren. Der Nachteil dieser Vorgehensweise ist, daß bei nicht hinreichender Kontrolle durch die deutsche Firma der ausländische Partnerbetrieb sich bald abnabelt, weil er nach einer gewissen Zeit alles hat, um allein erfolgreich zu sein.
Zweitens könnte das deutsche Unternehmen im Ausland eine
Handelsvertretung bemühen, welche den Vertrieb des Produktes übernimmt. Das kann
durchaus gut funktionieren, mindestens bis zu dem Zeitpunkt, bei welchem die deutsche
Firma das Absatzvolumen erhöhen möchte und der ausländische Handelsvertreter aber daran
kein Interesse hat. Jetzt beginnen die Probleme, weil dem deutschen Unternehmen ja nicht
einmal die konkrete Kundenkartei zugänglich ist. Denn es wurden einst die Exklusivrechte
für den Vertrieb der ausländischen Handelsvertretung übereignet. Das sind eindeutig
Nachteile einer solchen indirekten Vertriebsstruktur mit Exklusivpartnerschaften.
So gilt unbedingt: Partner, auch Handelsvertretungen, müssen von deutscher Seite
gemanagt und geführt werden.
Drittens bietet sich für das deutsche Unternehmen der direkte Weg des Vertriebs an. Das heißt, eine eigene Vertriebsniederlassung im Ausland zu installieren. Das sollte vor allem dann geschehen, wenn klar ist, daß das eigene Produkt sehr gut auf dem Ost-Markt ankommt. Ab einer gewissen Größenordnung kann dann eine lokale Führungsebene im Ausland eingerichtet werden.
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Vortrag,
gehalten auf der Internationalen Unternehmerbörse Ost-West in Torgau, 13.09.2001
Referent: Herr Joachim Sauter, MBA, DMS, Dipl.Betriebswirt FH
1. Ziele, im Osten tätig zu werden
Das sind Kostenvorteile und es ist das Vertriebspotential; weiter ist es der Zugriff auf
qualifizierte Mitarbeiter.
Kein Grund wäre, weil die Konkurrenz schon da ist; nun muß die eigene Firma auch dort
hin.
2. Planung
Im allgemeinen ist ein ausgeprägter Pioniergeist für eine Geschäftstätigkeit im
Osten vorhanden.
Einige Fehler: Keine Erfahrung im Ost-Geschäft; das letzte Aufgebot der eigenen Firma
wird für die Ansiedlung bereitgestellt.
Wichtige Vorausplanungen: Über welche Ressourcen verfügt die eigene Firma. Das
Verhältnis von Führungskräften zu Mitarbeitern in dem neuen Betrieb muß im Konzept
ausgereift sein; ständige Informationen vom Mutterhaus müssen garantiert sein; die neue
Betriebsstätte Ost darf im Stammbetrieb nicht als potentieller Arbeitsplatzfeind
angesehen werden.
3. Lokale Kompetenz
Man muß vor Ort gewesen sein, Erfahrungen dabei sammeln. Man sollte Berater dazu mit
einbeziehen, das sind Rechtsanwälte, Bänker, Steuerberater, IHK'n sowie befreundete
Unternehmen.
Kulturell-geschichtliche Kenntnisse mitbringen, landesübliche Umgangsformen beachten.
4. Realisierung
Zu beachten: Standortwahl; Logistik, um die Arbeitskräfte aus dem Umfeld in den
Betrieb zu bringen; Führungskräfte an den Standort binden.
Frage ist weiter: Joint Venture gründen oder andere partnerschaftliche Verbindungen
aufbauen.
Die ersten Aufträge stets in kleiner Stückzahl planen und realisieren.
Bei Firmengründungen sollte der Eigentümer auch die Jednatelfunktion
(Geschäftsführerfunktion) eintragen lassen.
5. Wachstum
Pflicht im Wachstum ist, eine Konsolidierung zu planen, d.h. die lokale
Führungsstruktur stabilisieren und ein Kontrolling einzubauen.
Es gibt immer drei Arten von Unternehmen, die im Osten gründen wollen:
Solche, die wirklich etwas bewegen, solche die beobachten und immer kommentieren, aber nie
zu einem Ergebnis kommen sowie die total Desorientierten.
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Vortrag, gehalten auf der
Internationalen Unternehmerbörse Ost-West in Torgau, 26.04.2001
Referent: Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Reiner Niethammer, Fachhochschule Würzburg,
Fachbereich Betriebswirtschaft, D-97070 Würzburg
Risiko-Management in Osteuropa
Abstracts *)
Risiken entstehen für ein Unternehmen nicht nur im Betrieb
selbst; sie kommen aus allen möglichen Innen- und Außen-Bereichen und deren
Überlagerungen.
Immer dort, wo bestimmte Risikenbündel auftreten, werden Beratungsunternehmen aktiv.
Jede Beratungsgesellschaft hat ihre Kernkompetenzen, die sie auf Risikogruppen
ausgerichtet hat.
1. Risiken aus der Naturordnung, z.B. Erdbeben, Vulkanausbrüche u.a.
2. Risiken ergeben sich aus Wirtschafts- und Sozialordnungen.
3. Betriebsrisiken existieren; Unternehmen brauchen so ein Risikomeldesystem etc.
Die großen Beratungsgesellschaften bestimmen den Gegenstand ihrer Beratung. Sie legen per
Definition fest, was beratbar ist. Wer mit seinem Problem außerhalb dieser Definition
liegt, kann nicht Kunde sein.
Das hat erhebliche Konsequenzen für die Beratung kleiner und mittlerer deutscher Unternehmen, die den mittel- und osteuropäischen Markt betreten möchten. Möglicherweise haben die Beratungsgesellschaften diese Art von Risiken gar nicht in ihrem Beratungsprogramm. Was bedeutet, daß das Problem und damit das Klientel aus einer solchen Sicht gar nicht existiert.
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Vortrag,
gehalten auf der Internationalen Unternehmerbörse Ost-West in Torgau, 31.08.2000
Referent: Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Reiner Niethammer, Fachhochschule Würzburg,
Fachbereich
Betriebswirtschaft, D-97070 Würzburg
Der Ost-Markt und die
Globalisierung
Die Einbettung des osteuropäischen Marktes in das globale
Wirtschaftsgeschehen
Abstracts *)
Internationalisierung und Globalisierung
Wenn wir Globalisieren, welches Recht gilt, welches nationale Recht oder haben
wir schon ein internationales Recht, dem sich die verschiedenen Länder jetzt
unterzuordnen bereit sind?
Haben wir ein Sanktionssystem, ein Strafsystem neben diesem Globalisieren?
Globalisierung ist sicherlich keine Art der
Internationalisierung.
Globalisierung bedeutet, daß ein Unternehmen nicht mehr national gebunden ist,
sondern ein Unternehmen der Welt ist, das in der Regel sich auf die englische Sprache als
Umgangssprache einigt.
Globalisierung - weltweiter
Warenaustausch
Globalisierung bedeutet aber auch im Kapitalverkehr eine ganz neue Dimension.
In der Internationalisierung kam es lediglich darauf an, daß wir zum einen
internationalen Zahlungsverkehr und zum anderen einen internationalen Kreditverkehr
nachweisen können.
Kreditverkehr - Osteuropa
Wir haben für den Kreditverkehr immer noch keinen privaten Grund und Boden als
Sicherheit in den Ländern der ehemaligen Sowjetunion. Wir können also einen
Kreditverkehr noch nicht zur Grundlage von Firmenkooperationen machen.
Viel schlimmer ist aber noch, daß wir in Osteuropa noch keine funktionierende
Insolvenzordnung besitzen.
Informationsverkehr
Globalisierung macht weiter aus, einen weltweiten, öffentlichen
Informationsverkehr über das Internet zu haben.
Wir haben viel, was in diesem Internet-Business noch nicht geklärt ist. Für jedes
Netz, das sich weltweit installiert, muß einer Zuständigkeit erhalten. Er muß nicht das
Geld geben, aber er muß das Sagen haben.
Der Neue Markt - NEMAX
Künftige Erwartungen finden in der Gegenwart schon Bewertung (Börsenkurse des
NEMAX).
Damit der NEMAX gehandelt werden kann, benötigt man einen ständigen Wandel in der
Wirtschaft und ein starkes Reformbedürfnis (Transformation der Wirtschaft).
Dieser ständige starke Reformdruck schafft Erwartungen mit denen erst die neuen
Werte, (der "Neue Markt") denkbar sind.
Die Reinvestition
Die Gewinne, also das, was über den Mitteleinsatz hinausgeht, muß reinvestiert
werden.
Heute sind es einige wenige weltweit agierende Consulter, die diese
Wertschöpfungsbeträge wieder in neue Ideen reinvestieren.
Wir müssen also dem Vertrauen der Börsen-Anleger, welches in die Erwartungen
gesteckt wurde, gerecht werden und deshalb brauchen wir die Consulter dringend weltweit,
die den Weg bereiten, die Werte (Gewinne) zu reinvestieren.
Der interne Informationsverkehr im globalen Unternehmen ist wesentlich:
- die vertikale Wertschöpfungskette;
- die horizontale Wertschöpfungskette.
Was ist eine vertikale
Wertschöpfungskette?
Der Globalisierer wird ein Produkt nicht an einem Ort fertigen, sondern in vielen
Zentren dieser Welt, wobei das Produkt sich auch auf die verschiedenen Kulturen dieser
Welt einstellt.
Das wird von einem Punkt gesteuert.
Man kann stets in einer Zentrale abfragen, was hat denn dieses vertikale Netzwerk
am heutigen Tag produziert, was mußte beschafft werden (just in time) und was konnte von
dem Produzierten abgesetzt und damit verdient werden.
Die horizontale Wertschöpfungskette
Die Wertschöpfungskette muß lohnend sein, deshalb die horizontale
Wertschöpfungskette.
Die horizontale Konzentration bedeutet große Fusionen einzugehen, die weltweit
schon heute das Erscheinungsbild der Wirtschaft prägen.
Welche Strategien ergeben sich für das osteuropäische Unternehmen in dieser Welt der Globalisierung?
1. Markteinbringung und Durchdringung in
westliche Märkte;
2. Marktaufbau in Osteuropa mit westlichen Partnern.
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Vortrag, gehalten auf
der Internationalen Unternehmerbörse Ost-West in Torgau, 09.09.1999
Referent: Dipl.-Kfm. Herr Herkner; Herkner Meyer Unternehmensberatung;
Ludwigstraße 20, 97070 Würzburg
Zusammenarbeit mit
osteuropäischen Partnern
Abstracts *)
Es gibt für einen Westeuropäer
nur zwei Gründe mit osteuropäischen Partnern zusammenzuarbeiten.
Der eine Grund ist der mittel und osteuropäische Markt an sich und der andere Grund sind
die dort anfallenden niedrigen Kosten.
Pro Ost-Investitionen: Nutzen der im Osten etablierten Produktmarken; Vorhandensein einer
bereits bestehenden Distribution; der Ost-Markt ist entwicklungsfähig; niedrige
Produktionskosten
Contra Ost-Investitionen: mangelnde Spezialisierung; Nichteinhalten von Zusagen;
Mentalitätsprobleme; übertriebene Bürokratie in allen Strukturen; Kostensteigerungen
während der Bereitstellung von Infrastrukturleistungen; Mehrwertsteuer - Problem;
Vorkasse - Problem; das partielle Investitieren für ausgesuchte Betriebe des Kombinates;
unsichere Verfügbarkeit von Zulieferteilen; Kapitalmangel
Fazit:
In der Zusammenarbeit mit osteuropäischen Partnern braucht man sehr viel Zeit und Geduld.
*) Vollständiger Text des Vortrages »»»
Vortrag, gehalten auf
der Internationalen Unternehmerbörse Ost-West in Torgau, 22.4.1999
Referent: Walter Rehling, Immenweg 33, D-58239 Schwerte
Hemmnisse beim Aufbau
der Marktwirtschaft in Osteuropa
Abstracts *)
1. Die Wirtschaftsfunktionäre
(die alte Nomenklatura) der früheren Planwirtschaft, sind nicht fähig, in der modernen
Marktwirtschaft zu bestehen. Das Management aus dem Westen war nicht ausreichend bereit,
in den Osten zu gehen.
2. Die Mentalität (Gewohnheit) der Bevölkerung im Osten hat sich noch nicht umgestellt.
3. Erste Gewinne, die erzielt worden sind, wurden für den Konsum verbraucht und nicht
sofort wieder investiert.
4. Kapital geht nur in ein Land, wenn dahinter eine Garantie steht. Die sicherste Garantie
ist ein privatisierter Grund und Boden. Der Osten sagt: Unser heiliger Boden ist
unantastbar.
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Vortrag,
gehalten auf der Internationalen Unternehmerbörse Ost-West in Torgau, 11.09.1998
Referent: Prof. Dr. Filippov, Mitglied der Russischem Akademie der Wissenschaften
Die Krise in Rußland
Abstracts *)
Der Westen gibt zu gern und zu
willig viel zu viel Geld der russischen Regierung. Rußland schuldet dem Westen im Moment
200 Milliarden Dollar.
Das Geld hat leider Rußland geschadet. Es kam zur Rußland-Krise, weil das Geld des
internationalen Währungsfonds nicht in Rußland arbeitet, sondern über unzählige
Kanäle ins westliche Ausland zurückfließt.
Die Hilfe aus dem Westen war an die russische Regierung, im besonderen an die alten
Nomenklatura adressiert und leider nicht an die Schichten und Fachleute, die das Geld in
Rußland arbeiten lassen würden.
Rußland besitzt eine inkompetente Führung und einen niveaulosen Verwaltungsapparat. Die Kader aus alten Zeiten sind auf ihren Posten verblieben, von ganz oben bis ganz unten. Die kommunistische Partei hätte verboten werden müssen; spielt aktuell eine viel zu große Rolle in der Duma.
Rußland meint mit dem Westen vor allem Deutschland. Der Kultureinfluß Deutschlands steht an erster Stelle. Jetzt müßte auf wirtschaftlicher und politischer Ebene verstärkt mit Deutschland kooperiert werden. Die günstigsten Perspektiven hätte die deutsche Großindustrie, weil die russische Regierung gemäß des Bankrott-Gesetzes die zusammengebrochenen, ansonsten aber oft wirtschaftsstrategisch bemerkenswerten Betriebe aussortieren und verkaufen muß.
Für westliche Investoren gibt
es zwei Probleme:
1. Grund und Boden in Rußland nicht erwerben zu können,
2. es existiert eine komplizierte, falsch gewichtete Besteuerung.
Eine Änderung könnte nur durch eine qualifizierte, starke Regierung erreicht werden.
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Vortrag, gehalten auf der
Internationalen Unternehmerbörse Ost-West in Torgau, 10.09.1998
Referent: Prof. Dr. Reiner Niethammer, Fachhochschule Würzburg, Fachbereich
Betriebswirtschaft, D-97070 Würzburg
Verfahren, Methoden,
Instrumente der Unternehmensberatung in Westeuropa/Amerika
Abstracts *)
Mikroökonomische Reformen
werden in Rußland nur zögerlich durchgeführt. Der Übergang von der Plan- zur
Marktwirtschaft verlangt Reformen, die systematisch von Segment zu Segment in den
einzelnen Wirtschaftsbereichen vollzogen wird: Von der Volkswirtschaft zur
Regionalwirtschaft, - Betriebswirtschaft -, Familienwirtschaft, - Individuell-Wirtschaft.
Weil in Rußland die Richtung der Reform von oben nach unten nicht funktioniert, muß sie
zusätzlich von der Basis von den Betrieben her begleitet werden.
Westliche Consulter haben durch die derzeitige Wirtschafts- und Finanzkrise bei der
Durchsetzung mikroökonomischer Reformen in Rußland keinen Arbeitsgegenstand im
marktwirtschaftlichen Sinne.
Das alte System ist in Rußland zerstört, das neue aber nicht aufgebaut.
Vereinzelt haben westliche Consulter eine wirtschaftlich geographische Beurteilung der
Region durchgeführt; sie haben die Branchenanalyse für mehrere Betriebe der Region
erstellt; die Ergebnisse bei der Umsetzung jedoch waren unbefriedigend.
Hinzu kommt, daß der westliche Consulter, wenn er trotz der Schwierigkeiten in Rußland
arbeitet, kaum seine Selbstkosten vom Auftraggeber her erstattet erhält.
Davon ausgehend, daß die Rußlandkrise sich verstärkt und der Reformdruck somit zunimmt,
eines Tages der Grund und Boden privatisiert wird und die Investoren nach Rußland gehen,
müssen Regionalanalysen, Branchenanalysen etc. erstellt werden. Es ist schon heute
ersichtlich, daß der Bestand der Unterlagen aus sowjetischer Zeit genutzt werden muß, um
für die russischen Manager verstehbar die Analysen bereitzustellen.
*) Vollständiger Text des Vortrages »»»
Vortrag,
gehalten auf der Internationalen Unternehmerbörse Ost-West in Torgau, 23.4.1998
Referent: Prof. Dr. Reiner Niethammer, Fachhochschule Würzburg, Fachbereich
Betriebswirtschaft, D-97070 Würzburg
Die Wirtschaft
Osteuropas aus der Sicht deutscher Unternehmer - Aktuelle Bedingungen für Ostgeschäfte
Abstracts *)
Bedingungen für eine jede
Volkswirtschaft, Aussagen auf Rußland bezogen:
Eigentum: Wenn kein Privateigentum an Grund und Boden möglich ist, dann gibt es auch
keinen Kreditverkehr.
Währung: Wenn es zu keinem Binnenwert der Währung kommt, dann wird sich keine Produktion
entwickeln.
Finanzierung: Weil sich kein Binnenwert der Währung entfalten kann, sind auch die
Finanzierungsmöglichkeiten unterentwickelt bzw. nicht vorhanden.
Eine Typisierung von russischen Betrieben nach der Rentabilität und Wirtschaftlichkeit:
Typ 1: Rentable und wirtschaftliche Prozesse
Typ 2: Rentable und unwirtschaftliche Prozesse
Typ 3: Unrentable und unwirtschaftliche Prozesse
Betriebswirtschaftliche Bedingungen personeller Art:
Im Text wird ausführlich auf das Erstellen von Situationsanalysen und auf die interne und
externe Planung eingegangen. Dabei wird das Vermögen, strategische Berichte zu erstellen,
als ein derzeitiger Schwachpunkt in der russischen Betriebswirtschaft angesehen.
Über die Rolle der Kommunikatoren wird ein allgemeiner Überblick gegeben.
*) Vollständiger Text des Vortrages »»»