Fazit |
30. Internationale Unternehmerbörse OST-WEST, 8./9.9.2011 in Torgau
Die Jubiläums-Unternehmerbörse, konzipiert und
veranstaltet durch den Torgauer Ost-West Verein zur Förderung internationaler
Wirtschaftskontakte e.V., wurde im Rathaus Torgau absolviert.
Der Veranstalter hatte solide aufgestellte Firmen aus Deutschland (besonders
Sachsen) und den östlichen EU-Ländern in unserer Stadt vereint. Jeder
angereiste Firmenvertreter kam mit klar definierten Angeboten und hat diese
anderen kompatiblen Unternehmen offeriert.
Es ist hierbei mitteilenswert, dass beispielsweise eine Firma aus den alten
Bundesländern auch unsere Region bei der eigenen Standortsuche, quasi als „Stützpunkt“
in die engere Wahl zieht. Der Firma geht es grundsätzlich um einen Glühdienst
im Bereich der Wärmebehandlung von Schweißnähten, und das nicht nur für
kleinere Werkstücke, vielmehr auch für Apparate und ganze Anlagen.
Wiederum können wir mitteilen, dass hiesige Firmen wie die Adelwitzer
Technologiezentrum GmbH, die Anlagen- und Sonderformstückbau Dommitzsch GmbH,
die Firma Höft GmbH, die Sparkasse Leipzig und auch W&P Fenster &
Fassadentechnik, Teilnehmer der Börse waren
Als Veranstalter konnten wir registrieren, dass auch kleinere deutsche Firmen
wieder dabei sind zu expandieren.Von mindestens drei Betrieben wissen wir, dass
sie mit EU-Ostbetrieben während der Veranstaltung in Torgau Filialbildungen
eingeleitet haben:
Einige während der Börse sich herausgebildete
Schwerpunkte seien noch genannt: Da gab es zum einen deutsche Unternehmen für
Automatisierungstechnik sowie für Messen, Regeln, Programmieren, welche
EU-Ostfirmen suchten, die neben Serienfertigungen bereit wären, immer wieder
erneut Präzisions-Einzelteile herzustellen.
Zum anderen wurde der Mangel von Technikern und Ingenieuren in deutschen
Betrieben beklagt. Ein Betrieb aus Niedersachsen empfahl uns als Veranstalter,
seinem Firmenprofil gleich die Überschrift: Suche
Programmierer! zu geben. Es ist tatsächlich so, dass viele Betriebe gefüllte
Auftragsbücher haben und aus Fachkräftemangel in Deutschland nicht mehr allen
Nachfragen nachkommen können.
So gesehen ist die seit dem 1. Mai 2011 eingeleitete Freizügigkeit für Fachkräfte
aus einigen östlichen EU-Ländern durchaus willkommen. Während der Börse
wurde uns bestätigt, das es allemal besser sei, die (EU-Ost)-Fachkräfte
einzubinden, als einen Auftrag wegen Fachkräftemangels ablehnen zu müssen.
Tatsächlich wirkte sich die neue Arbeitnehmerfreizügigkeit auch gleich auf
unsere Torgauer Jubiläums-Unternehmerbörse aus. Erstmals nahmen Personaldienstleister
aus den neuen und den alten Bundesländern sowie aus Polen, Tschechien, Slowakei
sowie aus Bulgarien zugleich an der Börse teil. Neben den anwesenden
Unternehmensberatern half auch diese Branche mit, die augenblickliche Situation
der kleinen und mittelständischen Betriebe im östlichen EU-Ausland genau zu
beschreiben; denn dieses Wissen wiederum ist die Grundlage für die Einleitung
von Kooperationsabsichten durch deutsche (sächsische) Betriebe.
- Statistik -
Die
30. internationale Unternehmerbörse Ost-West, die am 8. und 9. September 2011
in Torgau durchgeführt wurde, diente der Förderung von Kontakten und
Kooperationen zwischen kleinen und mittelständischen Betrieben aus Deutschland
(Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und Nordrhein Westfalen) und
aus den EU-Ländern (Ost)
An der internationalen Unternehmerbörse Ost-West nahmen 53 Firmenvertreter aus
7 Ländern teil; vertreten waren Unternehmen aus Tschechien, Polen, der
Slowakei, Rumänien, Slowenien, Bulgarien und Deutschland
Eine Übersicht nach Ländern und Anzahl der anwesenden Unternehmer
geordnet hat folgendes Aussehen: Deutschland (D) 29, Tschechien (CZ) 13, Polen (Pl)
1, Slowakei (SK) 5, Rumänien (RO) 1, Slowenien (SI) 2 und Bulgarien (BG) 2:
Die Branchengruppe Stahlbau und Metallverarbeitung war mit 22 Unternehmern
besetzt; davon D mit 13, CZ mit 6, SK mit 2 und RO mit 1.
Der Branchengruppe Elektrotechnik/Elektronik; Automatisierungstechnik,
Photovoltaik wurden 8 Unternehmer zugeordnet: davon Deutschland (D) 3,
Tschechien (CZ) 3, Slowakei (SK) 1, Slowenien (SI) 1 Unternehmern besetzt.
Die Branchengruppe chemische und pharmazeutische Industrie, Handel war mit 1
bulgarischen Unternehmern besetzt.
Zur
Branchengruppe Consulting, Unternehmensberatung, Banken wurden 22 Vertreter gezählt;
davon D mit 13, CZ mit 4, Polen (PL) mit 1, SK mit 2, Bulgarien (BG) mit 1 und
SI mit 1.
Von den insgesamt 53 Unternehmern kamen 29 aus Deutschland; von den
deutschen Firmen waren 24 aus den neuen und 5 aus den alten Bundesländern; von
den Vertretern der ostdeutschen Firmen kamen 21 aus Sachsen, davon wiederum 9
Firmenvertreter aus Betrieben und Institutionen des Landkreises Nordsachsen.
Bei Interesse daran genügt eine unverbindliche e-mail an uns, und wir
senden Ihnen bereits die ersten Informationen: ostwest@online.de
29. Unternehmerbörse OST-WEST in Torgau
Der Ost-West Verein e.V. zur Förderung
internationaler Wirtschaftskontakte konnte seine 29. Unternehmerbörse Ost-West
in Torgau durchführen. Das ist eine beachtliche Serie und sie verpflichtet nun
auch die 30. Unternehmerbörse auf der Grundlage des bewerten Konzepts
vorzubereiten. Das Datum wurde auf den 08. und 09. September 2011 bereits
festgelegt.
Was brachte die eben absolvierte April-Börse?
Die Situation bei den deutschen Unternehmen ist, und wir betrachten einmal die
Branchen Metallbearbeitung, Stahl- und Anlagenbau sowie Montage, die momentan
eine hohe Dichte an Aufträgen verzeichnen können. Sollen wegen Mangel an
Technikern und Fachkräften in deutschen Betrieben Aufträge unerledigt bleiben?
Die Firmenphilosophie der deutschen Betriebe, die Teilnehmer an der
Internationalen Unternehmerbörse des Ost-West Vereins in Torgau waren, ist so
definiert, dass man sich auf Kooperationen mit passenden Firmen der EU-Länder
(-Ost), wie Polen, Slowakei etc. einstellt. Es ist nun nicht meine Quintessenz,
als Autor dieses Kurzberichtes, es ist die eindeutige und übereinstimmende
Aussage der beteiligten Geschäftsführer.
Die Kooperation mit EU-Ostbetrieben stabilisiert das eigne Unternehmen in
Deutschland.
Arbeitsplätze werden hier sicherer, weil man nunmehr in einen ferneren Bereich
des Auftragsspektrums vorstoßen kann, der bisher verschlossen blieb. Natürlich
ist eine solche Aktivität mit einem Risiko behaftet, und nicht jede der
regionalen Firmen wird dafür geeignet sein.
Doch welcher Bereich in dem tagtäglichen Wettbewerb der Betriebe ist in seinem
Tun schon ohne Risiko? Ich persönlich empfinde höchste Achtung vor hiesigen
Betrieben wie Höft GmbH, Adelwitz
Technologiezentrum GmbH, LAMATOR GmbH,
W&P Fenster & Fassadentechnik, die sich in dem internationalen
Wettbewerb erfolgreich behaupten. Meines Erachtens müssten diese Geschäftsführer,
Ingenieure und Facharbeiter in den Medien viel mehr porträtiert werden. Leider
tuen wir da viel häufiger mit Personen aus den „weichen“ Bereichen, die für
den sozialen Zusammenhalt natürlich auch wichtig sind.
Abschließend noch einige
Informationen, die in den Berichten und Gesprächen des seminaristischen Teils
der Unternehmerbörse in Torgau zu Tage traten:
Polen rechnet mit bis zu 400.000 Abgängen von Facharbeitern und Ingenieuren mit
dem Einsetzen der Freizügigkeit ab dem 1. Mai 2011 nach Deutschland.
Zur Zeit arbeiten 1-2 Millionen Polen im Ausland. Es gibt den Trend der Rückkehr
mit einer entsprechenden Kapitalausstattung (das verdiente Geld), das oft genug
in die Gründung eines eigenen Unternehmens investiert wird. Andererseits sind
es Chinesen, die die Autobahnen in Polen bauen.
In Rumänien liegen 1 Millionen Hektar Ackerfläche brach. 70 % der
Nahrungsmittel muss Rumänien einführen. Es gibt dort nur 300 km
Autobahn.
Das sind nur einige Beispiele
die die riesigen Potenziale im EU-Raum anzeigen.
Was Deutschland betrifft, so werden einerseits die größeren Unternehmen im
globalen Wettbewerb nicht warten können, bis der relativ hohe Prozentsatz
junger Deutscher bereit ist, bessere schulische Abschlüsse zu erzielen und sich
in einen Leistungsstress, etwa bei der Ausbildung technischer Berufe, zu begeben
und dann eben doch auf strebsame, willensstarke Ausländer zurückgreifen.
Andererseits hat die deutsche Wirtschaft die Pflicht immer wieder
Qualifizierungen beim eigenen Personal anzubieten und die Kosten dafür zu
tragen.
- Statistik -
Die
29. internationale Unternehmerbörse Ost-West, die am 7. und 8. April 2011 in
Torgau durchgeführt wurde, diente der Förderung von Kontakten und
Kooperationen zwischen kleinen und mittelständischen Betrieben aus Deutschland
(Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen, Nordrhein Westfalen und
Bayern) und aus den EU-Beitrittsländern (Ost).
An der internationalen Unternehmerbörse Ost-West nahmen 54 Firmenvertreter aus
6 Ländern teil; vertreten waren Unternehmen aus Tschechien, Polen, der
Slowakei, Rumänien, Slowenien und Deutschland.
Eine Übersicht nach Ländern und Anzahl der anwesenden Unternehmer
geordnet hat folgendes Aussehen: Deutschland (D) 27, Tschechien (CZ) 11, Polen (Pl)
3, Slowakei (SK) 5, Rumänien (RO) 6, Slowenien (SI) 2
Die Branchengruppe Stahlbau und Metallverarbeitung war mit 30 Unternehmern
besetzt; davon D mit 11, CZ mit 9, Pl 1, SK mit 4, RO mit 4 und SI mit 1
Die Branchengruppen Elektrotechnik/Elektronik; Automatisierungstechnik,
Photovoltaik war mit 1 deutschen Unternehmer besetzt.
Die Branchengruppe chemische und pharmazeutische Industrie, Handel war mit 2
polnischen Unternehmern besetzt.
Zur
Branchengruppe Consulting, Unternehmensberatung, Banken wurden 18 Vertreter gezählt;
davon D mit 15, CZ mit 2, RO mit 2, SK mit 1 und SI mit 1.
Von den insgesamt 54 Unternehmern kamen 27 aus Deutschland; von den
deutschen Firmen waren 22 aus den neuen und 5 aus den alten Bundesländern; von
den Vertretern der ostdeutschen Firmen kamen 17 aus Sachsen, davon wiederum 17
Firmenvertreter aus Betrieben und Institutionen des Landkreises Nordsachsen.